Eng an den Fels geschmiegt und über 300 jährig ist die Wandfluhkapelle
oberhalb Turtig (Raron Bahnstation Seilbahn Unterbäch) und unterhalb
Bürchen. Über die vielen Jahre hinweg hielt sie jedem Wetter, wie
auch menschlichem Bösewill stand. Es darf der Pfarrgemeinde Bürchen
hoch angerechnet werden, dass die Türe der Maria-Hilf-Kapelle dennoch
offen bleibt und den vorweigend gut gesinnten Pilgern und Wanderern
der Zutritt offen steht.
Wer heute
den steilen Wanderweg hinauf- oder hinunter steigt, kann über die
vor drei Jahren restaurierten Bethäuschen stauen. Er ist dabei eingeladen
bei jeder Kapelle den Bibeltext zu den entsprechenden Brozereliefs
der Bildhausers Hans Loretan zu betrachten.
Bibeltext
mit Bild zum Betrachten der 10 Bethäuschen:
Nach
20 Minuten vom Tal hoch oder in einer Stunde vom Dorf Bürchen hinunter
erreicht man die Wandfluhkapelle. Aus luftiger Höhe kann der Pilger
den herrlichen Ausblick über das Rhonetal, die beiden Dörfer Turtig
und Raron mit dem Burghügel genissen. Ab und zu dringt das Rauschen
des Verkehrs aus dem Tal unten hoch.
In der
kühlen Kapelle sei man meisten mit Gott allein, da unter der Woche
nur wenige Besucher anzutreffen sind. Kaum zu glauben, dass an dieser
steilen Wand ein Plattform errichtet werden konnte, welche Platz für
ca. 80 Leute bietet. Die schlichte Einrichtung lassen den Beter zur
Ruhe kommen.
Der Chor
ist durch ein kunstvoll geschmiedetes Gitter abgetrennt. Das Altarbild
zeigt Maria über einer Schar von Betern und geht ins 17. Jahrhundert
zurück.