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KernenergieKernenergie wird auch Atomenergie genannt. Atome sind kleinste Bestandteile eines chemischen Elements oder Grundstoffs. Atome sind die Basis für die Stromproduktion in Kernkraftwerken (KKW). Knapp 40 % des in der Schweiz produzierten Stroms wird in Kernkraftwerken produziert.Kernkraftwerke erzeugen Bandenergie. Sie werden rund um die Uhr mit der gleichen Leistung betrieben und decken so den Grundbedarf an Strom. Im Sommer, wenn die Flusskraftwerke auf Hochtouren laufen und der Stromverbrauch geringer ist, werden sie für einige Wochen zum Brennstoffwechsel und für Revisionsarbeiten abgestellt. Das Kernkraftwerk ist eine weiterentwickelte Form des thermischen Kraftwerks. Im Reaktor des KKW wird durch die kontrollierte Kernspaltung von Uranatomkernen eine immense Wärme (thermische Energie) freigesetzt, welche durch die Dampferzeugung Turbinen und Generatoren antreibt. Politisch ist die Kernenergie umstritten. Die Gegner der Kernkraft verweisen auf das Restrisiko eines atomaren Unfalls und bemängeln das bisher unbefriedigt gelöste Abfallproblem.
Anlageteile eines Kernkraftwerks ![]() Brennstoff-Kreislauf Häufig gestellte Fragen:Wie viele Kernkraftwerke gibt es auf der Welt?Seit Anfang 2004 sind weltweit 445 Kernkraftwerke in 31 Ländern in Betrieb. Ein Reaktor weniger als im Jahr 2003. Zwei Inbetriebnahmen standen 3 Abschaltungen gegenüber. Im Verlaufe des Jahres 2003 nahmen die Blöcke Qinsahan-III-2 in China und Ulchin-5 in Südkorea ihren Betrieb auf. Die Kernkraftwerke Stade in Deutschland, Fugen in Japan und Calderhall-1 in England wurden in derselben Zeit ausser Betrieb genommen. Entwicklung der nuklearen Energieerzeugung (Zur Vergrösserung bitte anklicken)
Was ist eine Kernschmelze? Das ist ein Auslegungsstörfall oder GAU (Grösster Anzunehmender Unfall) bei Siedewasserreaktoren oder Druckwasserreaktoren. Bei einem Ausfall der Hauptkühlmittelpumpe und aller Notkühlsysteme (üblicherweise 3 - 4) erwärmt sich der Reaktorkern mit dem Kernbrennstoff (Brennelemente) so stark, dass die mechanischen Strukturen zu schmelzen beginnen. Die Nachwärme - die durch die zerfallenden Spaltprodukte produziert wird - liefert die dazu notwendige Wärmeenergie (Hitze). Die Kettenreaktion wird zunächst unterbrochen, weil das Wasser fehlt, das als Moderator wirkt. Wenn aber die Brennelemente im Reaktorkern zusammenschmelzen und sich zu einem kompakten Volumen vereinigen, kann die Kettenreaktion wieder in Gang kommen. Dies hat zur Folge, dass die Kerntemperatur wieder ansteigt. Im schlimmsten Fall "brennt" sich die Kernschmelze durch den Reaktordruckbehälter und durch das Betonfundament des Reaktors. Im EPR (European Pressurized Reactor) würde der Kernbrennstoff resp. die Kernschmelze durch ein Wasserbecken aufgefangen, das sich unter dem Reaktordruckbehälter befindet. Die Kernschmelze würde dort soweit abgekühlt, damit sie sich nicht weiter "durchfressen" kann. ![]() Kernkraftwerke in Europa 2003 ![]() Kernkraftwerke in der Schweiz 2003 ![]() Übersicht des Kernkraftwerkes Beschreibung des Kernkraftwerks 1 Reaktorgebäude 2 Sicherheitsbehälter 3 Abluftkamin 4 Reaktordruckgefäss 5 Brennelemente 6 Steuerstäbe 7 Hauptkühlmittelpumpe 8 Dampferzeuger 9 Druckhalter 10 Flutbehälter 11 Brennelement-Lagerbecken 12 Brennelement-Lademaschine 13 Frischdampfleitung 14 Sicherheitsventile 15 Maschinenhaus 16 Schnellschluss- und Regelventil 17 Hochdruckturbine 18 Wasserabscheider-Zwischenüberhitzer 19 Dampfleitung 20 Dampfumleitungssystem 21 Niederdruckturbine 22 Generator 23 Erreger 24 Transformator 25 Speisewasserbehälter 26 Vorwärmer 27 Speisewasserleitung 28 Kondensator 29 Kühlwasserleitung (Kühlkreislauf) 30 Zwischenlager für radioaktive Abfälle (unterirdisch) Quelle: Poweron |
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