Wasserkraftwerke
Ein Wasserkraftwerk oder Wasserkraftanlage ist ein Elektrizitätswerk,
das die mechanische Energie des Wassers in elektrischen Strom umwandelt.
Damit wird die Wasserkraft für den Menschen nutzbar gemacht.
Funktionsweise
Durch eine Stauanlage wird Wasser zurück gehalten. Die Energie der Bewegung des abfließenden
Wassers wird auf eine Wasserturbine oder ein Wasserrad übertragen, wodurch dieses in
Drehbewegung versetzt wird. Diese wiederum wird direkt oder über ein Getriebe an die
Welle des Generators weiter geleitet. Der Generator wandelt die mechanische Energie in
elektrischen Strom um.
Typen von Wasserkraftwerken
Einteilung nach Nutzgefälle
Das Nutzgefälle oder die Fallhöhe ist der Höhenunterschied zwischen dem
Wasserspiegel oberhalb der Turbine (Oberwasser) und dem Wasserspiegel
hinter der Turbine (Unterwasser).
Speicherkraftwerk Maltatal
- Fallhöhe: < 15 m
- Durchfluss: groß
- Verwendung für: Grundlast
- Turbinenarten: Kaplan-Turbine, Durchströmturbine
- Bauarten: Flusskraftwerke, Gezeitenkraftwerke, Wellenkraftwerk
- Fallhöhe: 15–50 m
- Durchfluss: mittel - groß
- Verwendung für: Grundlast, Mittellast
- Turbinenarten: Francis-Turbine, Kaplan-Turbine, Durchströmturbine
- Bauarten: Flusskraftwerke, Speicherkraftwerke
- Fallhöhe: 50–2.000 m
- Durchfluss: gering
- Verwendung für: Spitzenlast
- Turbinenarten: Francis-Turbine, Pelton-Turbine
- Bauarten: Speicherkraftwerke, Pumpspeicherkraftwerke, Kavernenkraftwerke
Einteilung nach Auslastung
Die erzeugte Strommenge ergibt im Verhältnis zur Nennleistung die Auslastung
eines Kraftwerkes.
- Auslastung: > 50 %
- Bauarten: Flusskraftwerke, Gezeitenkraftwerke, Wellenkraftwerk
- Auslastung: 30–50 %
- Bauarten: Flusskraftwerke mit Schwellbetrieb, Speicherkraftwerke
- Auslastung: < 30 %
- Bauarten: Speicherkraftwerke, Pumpspeicherkraftwerke, Kavernenkraftwerke

Wasserkraftwerk "Grand Coulee Dam" in den USA

Ein typisches Wasserkraftwerk, hier an der Ruhr
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Einteilung nach Bauart
- Bei einem Laufwasserkraftwerk wird ein Fluss gestaut und mit dem abfließenden Wasser elektrischer Strom produziert.
- Bei einem Speicherkraftwerk wird das Wasser über einen Zeitraum (mehrere Stunden bis mehrere Monate) gespeichert, um bei Bedarf wertvolle Spitzenenergie zu erzeugen.
- Ein Pumpspeicherkraftwerk ist ein Speicherkraftwerk, bei dem mit überschüssigem Strom Wasser aus einer niedrigen Lage in einen höher gelegenen Stausee gepumpt wird um später Spitzenstrom zu erzeugen.
- Ein Kavernenkraftwerk verwendet künstlich geschaffene Hohlräume (Kavernen) als Energiespeicher oder als Standort für Kraftwerkskomponenten.
- Ein Gezeitenkraftwerk nutzt die Energie aus dem ständigen Wechsel von Ebbe und Flut.
- In Wellenkraftwerken wird, im Unterschied zu einem Gezeitenkraftwerk, nicht der Tidenhub, sondern die Energie der kontinuierlichen Meereswellen selbst ausgenutzt.
- Ein Meeresströmungskraftwerk nutzt die kinetische Energie von Meeresströmungen.
Weblinks / Quellen
Quelle: Wikipedia Wasserkraftwerke
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